Noch an Weihnachten schien Meinulfs großer Wunsch unerreichbar: Noch einmal das Meer sehen!

Noch an Weihnachten schien Meinulfs großer Wunsch unerreichbar: Noch einmal das Meer sehen! Doch der Radiosender ANTENNE MÜNSTER wurde auf den Traum des lokal bekannten Verkäufers der Obdachlosenzeitung „Draußen!“ aufmerksam und rief kurzerhand eine Spendenaktion ins Leben, um dem Schwerstkranken seinen letzten Wunsch zu erfüllen.

Dabei kam nicht nur eine erstaunliche Summe zusammen, auch unser Wünschewagen-Team aus Westfalen bot seine Hilfe an.

Im Juni dann war es endlich soweit: Die Wunscherfüllerinnen Mirjam und Elke aus Münster holten Meinulf, der schon voller Vorfreude mit gepackten Taschen auf dem Flur wartete, am Pfingstsonntag aus der Klinik ab. Da Meinulf viel Unterstützung braucht, begleiteten ihn einige langjährige Freunde. Und so herrschte während der Fahrt zum Fähranleger in Norddeich, wo da Schiff Richtung Norderney ablegen sollte, eine ausgelassene Stimmung im Fahrgastraum. Es wurde viel gelacht, Musik gehört und auch etwas gesungen.

Je weiter der Wünschewagen Richtung Küste fuhr, desto mehr Pläne wurden geschmiedet. Wie würde es wohl sein, wenn Meinulf endlich Inselluft schnuppern kann? Das fragten sich auch Mirjam und Elke, die sich am Fähranleger von der Reisegruppe verabschieden mussten. Mit ordentlich Wind in den Haaren kam Meinulf derweil seinem Traum immer näher…

Doch die Zeit vergeht oft viel zu schnell, wenn man das Leben genießt. Schon am folgenden Samstag machte sich der Wünschewagen mit den Wunscherfüllern Niklas und Martin bei strahlendem Sonnenschein auf den Weg von Münster nach Norddeich, um Meinulf und seine Freunde wieder abzuholen.

Noch am Anleger zur Inselfähre erzählten die Urlauber von ihren Erlebnissen und ließen eine schöne Woche auf Norderney Revue passieren. Am meisten erzählte Meinulf von seinen Ausflügen mit dem Strandrolli. Diesen hatte unser Team direkt vorab für die ganze Woche reserviert.

Auf dem Heimweg nach Münster dann setzte bei den Fahrgästen schon nach wenigen Minuten die Reisemüdigkeit ein und alle schlummerten zufrieden auf ihren bequemen Sitzen ein…