Einmal noch....nach Warnemünde

Die schwerkranke Heidemarie J. möchte noch einmal das Meer sehen, sich den  Seewind um die Nase wehen lassen, den Sand unter den Füßen spüren. Der sächsische Wünschewagen erfüllte ihr den Herzenswunsch - direkt an Heidemaries Geburtstag. Heidis Betreuerin Diana erzählt von der Fahrt:

"Aufgeregt sitzt Geburtstagskind Heidi frühmorgens auf ihrer Couch. Um kurz nach acht Uhr klingelt es an der Haustür und die beiden Wunscherfüller begrüßen herzlich ihren Fahrgast. Heidi kann die Tränen nicht zurückhalten, ist aber auch etwas unruhig, ob sie die lange Fahrt schaffen wird. Doch ihre ehrenamtlichen Begleiter nehmen ihr die Angst. Dann geht es los. Die Fahrt ist anstrengend und Heidi hat starke Schmerzen. Seit einigen Jahren leidet die 55-Jährige neben anderen Erkrankungen an einer starken Lymphablaufstörung. Das Laufen wird zunehmend schwer und der Alltag ist nur mit größter Anstrengung zu bewältigen. Aber beim Wünschewagen-Team ist Heidi unterwegs in guten Händen.

Nach sechs Stunden erreichen wir unser erstes Ziel. Das Meer ist in Sichtweite. Bis zur Seebrücke Ahlbeck und zum Strand sind es etwa 400 Meter - eine Strecke, die Heidi unbedingt ohne Rollstuhl laufen möchte. Es ist anstrengend,aber das Meer motiviert. Und dann ist sie endlich da. Überwältigt bleibt Heidi stehen, genießt den einzigartigen Moment und kann es kaum fassen, es bis hierher geschafft zu haben. Seit mehr als 30 Jahren hat sie das Meer nicht mehr gesehen. Sie strahlt vor Glück.

Im Café auf der Ahlbecker Seebrücke stärken wir uns bei einem Stück Kuchen. Anschließend geht es zum Strand. Heidi möchte unbedingt den Sand unter ihren Füßen spüren und Muscheln sammeln.  Am Ende eines aufregenden Tages geht es für die Übernachtung in Richtung Zinnowitz. 

Am nächsten Tag ist unser Fahrgast nach einem Besuch am Strand von der malerischen Altstadt in Wolgast verzaubert. Insbesondere der Besuch in der St.-Petri-Kirche beeindruckt die gläubige Riesaerin sehr. Natürlich darf auch ein kleines Andenken aus einem Lädchen am Hafen nicht fehlen. Mit ihren Begleitern genießt Heidi die Stunden in Wolgast. 

Die Rückreise steht bevor. Müde nimmt Heidi im Wünschewagen Platz. Den Rest der Fahrt verbringt sie im Halbschlaf." 

Zu Hause angekommen, strahlt Heidi noch immer. Sie umarmt jeden einzelnen und kann ihre Dankbarkeit kaum in Worte fassen. Sie ist glücklich, ihre Begleiter sind es ebenso, denn das wunderbare Leuchten in den Augen der Fahrgäste zu sehen, ist das größte Geschenk.

März 2019

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